Meldewesen - Aufwertung einer (zu) lange unterschätzten Leistung für die Reputation einer Bank

Ein Überblick über die Ursachen und die langfristigen Folgen der Finanzmarktkrise für die Finanzindustrie, mit besonderem Schwerpunkt auf die Reputationswirkung für Finanzdienstleister durch das (mögliche) internationale Meldewesen.
Das Meldewesen ist die Basis für die öffentliche Vertrauensbildung in die Leistungsfähigkeit der Finanzindustrie. Waren in der der Vergangenheit nur die Aufsichtsbehörden interessiert, so ist es heute und in Zukunft nicht nur die politische Ebene, sondern auch die interessierte Öffentlichkeit. Nie war die Eigenmittelquote statt der Eigenmittelrendite so wertvoll für Analysten, Anleger und Kreditnehmer zur Beurteilung der Zukunft eines Instituts. Die Offenlegung der einheitlichen Standardkennkennzahlen aus dem Meldewesen für Eigenmittel und Kreditnehmer ist Basis für die Reputation einer Bank. Die Konzentrationsrisiken, z.B. zwischen Instituten, und die Liquiditätsrisiken eines Instituts werden wesentlich für die Beurteilung der Solvenz. Für die einfache Vergleichbarkeit innerhalb der internationalen Finanzindustrie, wie für (mögliche) internationale Aufsichtsbehörden, ist eine (noch) umfassendere Standardisierung des Meldewesen, verbunden mit der Aufwertung des Meldewesens in der Bank, Voraussetzung.

Nicolas Jost

Jost, Nicolas, Logica Deutschland GmbH & Co. KG, ist Experte im Meldewesenbereich. Nach Banklehre, VWL-Diplomabschluss, anschließender Spezialisierung auf Finanzmarktinnovationen und Ursachen für Finanzmarktkrisen verantwortete er die Umsetzung des Meldewesenprodukts SAMBA. Seit 2004 ist er Produktmanager für die Meldewesenprodukte von Logica und aktuell für die strategische Ausrichtung des Produktportfolios verantwortlich.