Geplante Neuregelungen in Deutschland als Schlussfolgerungen aus der Finanzmarktkrise

Seit dem vergangenen Jahr werden infolge der Finanzmarktkrise international und national verstärkt Maßnahmen diskutiert, die in Zukunft zur Stabilisierung der Finanzmärkte und zur Vermeidung der negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft beitragen können. Neben den auch aus der Wirkung der Finanzmarktkrise ersichtlich gewordenen fachlichen Regulierungen - z.B. höhere Anforderungen an Verbriefungen oder Verschärfung der Eigenmittelanforderungen für das Handelsbuch - soll der Finanzwirtschaft künftig noch mehr ein Ansprechpartner im Sinne einer Allfinanzaufsicht zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird derzeit auf nationaler und europäischer Ebene geprüft, wie man die Eingriffsmöglichkeiten der Finanzaufsichtsinstitutionen verbessern kann.
In diesem Zusammenhang soll der Vortrag die möglichen nationalen Änderungen in den folgenden Themenbereichen genauer aufzeigen:

  • Überarbeitung des Großkreditregimes
  • höhere Anforderungen an Verbriefungen
  • Verschärfung der Eigenmittelanforderungen für das Handelsbuch
  • Verbesserung der Aufsichtspraxis und Erweiterung
  • der Eingriffsmöglichkeiten in Krisenzeiten
Dr. Anja Schulz

Dr. Anja Schulz ist als Abteilungsdirektorin im Geschäftsbereich „Bankenaufsicht, Bilanzierung“ beim Bundesverband deutscher Banken in Berlin seit 2006 tätig. Sie betreut schwerpunktmäßig die Themen Verbriefungen und operationelle Risiken. Davor war sie am Institut für Bank- und Börsenwesen der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie im Rahmen ihrer Assistententätigkeit promovierte.